Krefeld
VON DIETER HILLA - zuletzt aktualisiert:
22.07.2009
Krefeld (RP)
Im August sollen an drei Stellen Hundekotstationen aufgestellt werden. Die
Stadt will testen, wie sie angenommen werden. Das ist eine von mehreren Maßnahmen,
die das Miteinander von Hund und Mensch verbessern sollen.
Überfüllt und ziemlich unansehnlich:
So sollen die neuen Hundekotstationen nach Möglichkeit nicht aussehen. Foto:
Thomas Lammertz
Kein Tütchen für den Hundehaufen
dabei? Das wird für einige Hundebesitzer bald kein Problem mehr sein. Spätestens
Mitte August will die Stadt an drei Stellen testen, ob Hundekotstationen
funktionieren. Am Alten Deutschen Ring, auf dem Westwall/Ecke Dionysiusstraße
und an der Engerkull im Bereich Buschstraße sollen je zwei Stationen nach
RP-Informationen ausprobiert werden.
Damit setzt die Verwaltung einen
Beschluss des Verwaltungsausschusses vom März dieses Jahres um. Damit sich
weniger Bürger von Hunden belästigt fühlen, erstellten die Politiker einen
Katalog mit Forderungen, die die Verwaltung umsetzen soll. Die neuen
Hundekotstationen wären die erste Forderung, die umgesetzt würde.
Hier darf Fiffi toben
Stadtpark Fischeln (Kölner Straße bis Altmühlenfeld), An der K-Bahn (Bessemer-/Hafelsstr.),
Elfrather See, Feldstraße/Fütingsweg, Dahlerdyk (Gahlingspfad bis
Nassauerring) Fabritiusstraße (Viktor-Jakubowicz-Str.), Emil-Schäfer-Straße
(Bremer bis Essener Str.), Hundewiese im Stadtwald
Marke "I love my dog"
Wie Irina Blaszczyk, stellvertretende Umweltamtsleiterin, erklärt, läuft die
verwaltungsinterne Abstimmung noch. Getestet werden Stationen der Marken
Dogstation, I love my dog und bello. Bei der Testphase würde auf mehrere
Aspekte geachtet: "Wie steht es mit Vandalismus? Wie werden die Stationen
angenommen? Wie verändert sich das Umfeld? Wie sehen die Stationen nach einem
halben Jahr aus?", nennt Blaszczyk die Fragen. Nach dem Modellversuch soll
dann die Politik entscheiden, ob noch mehr solcher Stationen errichtet werden.
Betreut werden die Stationen von der Gesellschaft für Straßenreinigung und
Abfallbeseitigung Krefeld (GSAK).
Der Verwaltungsausschuss beschloss
seinerzeit auch, dass sechs weitere Hundefreilaufflächen eingerichtet werden
sollten. "Wir haben schon Stellen ausgeguckt, sind aber noch nicht abschließend
fertig", sagt Grünflächenamtsleiterin Doris Törkel. Da die Stellen
sowohl im Verwaltungsausschuss als auch in den zuständigen Bezirksvertretungen
beraten werden müssen, wird es hier vor der Kommunalwahl zu keiner Entscheidung
kommen.
Beschlossen hatte der Ausschuss auch, Mülleimer
in Parkanlagen gegen Behälter mit Deckel auszutauschen. Dadurch soll verhindert
werden, dass Vögel Hundekotbeutel aus den Tonnen herauspicken und in der Gegend
zerstreuen. Hier sei bereits einiges geschehen, sagt Törkel. So wurden in
Uerdingen (Wallgarten und Kurfürstenstraße) je zwei Behälter ersetzt. In
Bockum an der Engerkull gibt es fünf neue Behälter, am Spielplatz an der
Inrather Straße zwei neue. Im Stadtwald sollen zwei Behälter, in Fischelner Grünanlagen
fünfzehn ausgetauscht werden. Allerdings warnt Törkel vor zu großen
Hoffnungen: "Insgesamt stehen in den Krefelder Parkanlagen 1200 Mülleimer."
Bis die alle gedeckelt sind, dürften einige Jahre vergehen.